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Ergebnisdarstellung
 
Entgegen aller Kritik hat der 100-Schlepper-Versuch wertvolle Ergebnisse geliefert. Es wurde aufgezeigt, dass landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge mit Rapsöl betrieben werden können! Zu beachten ist, dass es sich bei dem Demonstrationsprojekt um einen Feldversuch handelte. Viele Faktoren, die Schäden verursachten, sind nicht auf das Umrüstkonzept oder den Rapsölbetrieb unter den definierten Bedingungen zurückzuführen. 
 
Nennleistung
 
Die umgerüsteten Traktoren erreichten auch im langfristigen Rapsölbetrieb 90% bis 106% der Nennleistung an der Zapfwelle. 

Durch den Rapsölbetrieb ist kein Leistungsverlust zu befürchten! Die Energiedichte von Rapsöl entspricht der von Diesel. 

Aufgetretene Nennleistungsverluste waren nicht auf die Verbrennungseigenschaft von Rapsöl zurückzuführen, sondern auf anderweitige technische Probleme.
 
Abgasemission
 

Die Abgasemissionen liegen im Rapsölbetrieb bei umgerüsteten Traktoren in der gleichen Größenordnung wie im Dieselbetrieb. Für das Emissionsniveau ausschlaggebend ist die Abgaseinstufung der Traktoren vor der Umrüstung (EURO I oder EURO II)

 
Betriebsicherheit und Strungen
 
Die Ursachen für aufgetretene Störungen lagen sowohl bei den Umrüstern, Traktormodellen, Herstellern und Motorsystemen.
 
So sind Hochdruck-Pumpe-Leitung-Düse-Systeme (PLD-System) für den Rapsölbetrieb gut geeignet.
 
Dagegen hatte jeder der Umrüster Probleme bei seitlich am Motor angeordneter Verteilereinspritzpumpen. Bei kraftstoffgeschmierten Verteilereinspritzpumpe, z.B. VP44 von Bosch und Stanadyne, traten häufig Defekte auf. 

Die klassische Bosch-Reiheneinspritzpumpe hat sich für den Rapsölbetrieb bewährt und wurde teilweise erfolgreich als Ersatz für Verteilerpumpen eingesetzt.
 
Commonrail-Systeme waren in den Jahren des Projektbeginns 2001/2002 nicht verfügbar. Jedoch ist anzunehmen, dass die hohen Einspritzdrücke eine gute Eignung für den Rapsölbetrieb bedingen. Jedoch könnten sich Injektorsteuerungen als problematisch erweisen, da diese erheblich mit hydrodynamischen, stark viskoseabhängigen Verstärkern arbeiten.
 
Verschlei und Ablagerungen im Lanzeitbetrieb
 
Im Langzeitbetrieb (über 3000 h) wurde kein erhöhter Verschleiß an der Reibpaarung Kolben/Buchse festgestellt. 

Bei Traktoren, die oft im unteren Teillasttbereich betrieben wurden, kam es zu Ölablagerungen im Ansaugkrümmer und auf dem Einlassventil. 

Dies wurde bei häufigen Vollastbetrieb nicht beobachtet.
 
An den PLD-Systemen wurde kein erhöhter Verschleiß festgestellt.
 
Schmierlqualitt
 
Während des Projekts wurde starkes Augenmerk auf die Qualität des Schmieröls und den Rapsöleintrag in das Schmieröl gelegt. Schlechte Schmiereigenschaft und starker Eintrag können zu schweren Motorschäden führen.

Hohe Rapsölgehalte im Schmieröl traten bei allen Umrüstkonzepten auf. Dies machte eine Verkürzung der Ölwechselintervalle erforderlich, so dass diese zwischen 200 und 300 Betriebsstunden lagen.

Hält man diese verkürzten Intervalle ein, welche auch von den Umrüstern für jeden Traktor genau angegeben werden, ist ein problemloser Betrieb gewährleistet.
 
Rapslqualitt
 
Im Projekt stellte sich auch heraus, dass die Rapsölqualität eine der wichtigsten Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb ist.

Verstopfte Kraftstofffilter und daraus bedingte Betriebsstörungen waren nicht den Umrüsterkonzepten, sondern dem nicht eingehaltenen Qualitätsstandart bei Rapsöl zuzurechnen.

Gruber KG: "Zusammen mit der Universität Rostock haben wir die Erfahrung gemacht, dass Schäden an der Einspritzpumpe fast immer auf schlechte Rapsölqualität zurückzuführen sind". Die Gruber KG hatte im Versuch 10 Case-Traktoren auf ihr 2-Tank-System umgerüstet.

Für einen störungsfreien Betrieb muss das Rapsöl unbedingt die Vornorm DIN V 51605 (pdf) erfüllen. Dies stellt bei kalt gepresstem Öl selten ein Problem dar! 

 
Resme
 
Das 100-Schlepper-Programm hat zu wichtigen Erkenntnissen über umgerüstete Motoren geführt, und dies nicht nur für die Landwirtschaft. Trotz aller kleineren und größeren Problemen wurden nach Ende des Versuchsbetriebs von 107 Traktoren 92 weiterhin mit Rapsöl betrieben.
Hierbei sind die Landwirte allein bereit, das finanzielle Risiko eines evtl. Schadens zu tragen. Wer wäre dazu bereit, wenn es unkalkulierbar ist?
Dies zeigt deutlich, dass eine günstige alternative zu Dieselkraftstoff besteht.
 










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